MedicalMountains

Positionspapiere

Auswertung Fragebogen vom Mai 2016

Analyse der Aufwendungen und Veränderungen aus Sicht der Medizintechnikunternehmen im MedicalMountains-Cluster.

Nach langem Ringen liegt der endgültige Entwurf der Medizinprodukteverordnung der Europäischen Union vor und die Verabschiedung ist absehbar. Allerdings sind bereits im Vorfeld einige Verschärfungen für die Branche in Kraft getreten.

Welche Mehrkosten entstehen oder sind bereits entstanden, wie stark sind die Beeinträchtigungen im Betriebsablauf, wie stark ist die Zukunftsfähigkeit tangiert? Diese Fragestellungen hat MedicalMountains in einer Umfrage zusammengeführt, um Argumente mit handfesten, belastbaren Daten von den Betrieben selbst zu untermauern. Die Befragung soll die aktuelle Stimmungslage und bereits eingetretenen Veränderungen in der Branche wiedergeben.

Die Umfrage wurde an rund 500 Unternehmen der Medizintechnikbranche versandt. Die Unternehmen sind hauptsächlich in der Region Tuttlingen / Schwarzwald-Baar-Heuberg angesiedelt, aber auch in den angrenzenden Regionen sowie in ganz Baden-Württemberg. Insgesamt haben 121 Unternehmen an der Befragung teilgenommen. Bei dieser Rücklaufquote kann ein gutes Stimmungsbild gegeben werden.

Hier können Sie sich die Ergebnisse der Umfrage downloaden:
Auswertung Fragebogen Mai 2016

Seit gut zweieinhalb Jahren engagieren sich die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und MedicalMountains gemeinsam mit ehrenamtlichen Unternehmern aus der Branche für Nachbesserungen an der geplanten europäischen Medizinprodukteverordnung.

Unser Einsatz hat sich in Teilen bereits als erfolgreich erwiesen. Viele unserer auch von Ihnen unterstützten Forderungen finden sich im aktuellen Entwurf der Verordnung vom Parlament wieder. So hat die renommierte Freiburger Anwaltskanzlei Graf von Westphalen in einer Untersuchung festgestellt, dass mehr als die Hälfte unserer Verbesserungsvorschläge ihren Niederschlag im Gesetzentwurf gefunden hat (Aktueller Umsetzungsstand).

Darüber freuen wir uns und danken denjenigen aus Wirtschaft und Politik, die sich für die deutsche Medizintechnikbranche eingesetzt haben.

Leider ist der Entwurf des Ministerrates nicht so erfreulich. Zusammen mit einem Expertengremium aus der Wirtschaft haben wir ein Positionspapier mit den unseres Erachtens wichtigsten Änderungspunkten erstellt (Positionspapier September 2015).

Ergänzung zum Positionspapier vom 07.03.2013
Medizinproduktehersteller setzen auf verantwortungsvolles Handeln statt überbordender Gesetzgebung aus Brüssel.

Nach den zahlreichen Gesprächen, die wir auf Grundlage unseres Positionspapiers vom März 2013 führten, erstellten wir gemeinsam mit der Medizintechnikindustrie eine Ergänzung zum Positionspapier.

Wir konzentrieren uns detailliert auf zwei wesentliche Aspekte der neuen Verordnung:

1. Die inflationäre Hochstufung bewährter Medizinprodukte in höhere Risikoklassen
2. Die Forderung nach immer mehr klinischen Studien

Die Medizintechnik-Hersteller folgen einer langen Tradition, die den mittelständischen Unternehmer auszeichnet im Hinblick auf die Qualität seiner Produkte und seiner kaufmännischen Ehre. Mit dem eigenen Namen bürgen diese Produzenten für höchste Qualität und sind sich Ihrer Verantwortung für die Patienten, die Gesellschaft und ihre Unternehmen voll bewusst. Oberstes Ziel der Medizintechnik-Unternehmen ist eine zuverlässige und umfassende Patientenversorgung sowie ein bestmöglicher Patientenschutz.

Wir fordern mit dem vorliegenden Dokument nochmals alle an der Diskussion und Entscheidung Beteiligten auf, bei der Festlegung der neuen Europäischen Regularien Augenmaß zu bewahren und nicht nur die Hersteller von Medizintechnik, sondern alle Akteure im Gesundheitssystem in die Sicherheitsbetrachtung unserer Patienten mit einzubeziehen.

Auf Englisch: