CASE4Med: Es geht um Lebensdauer und Reinigungsprozesse
Workshops und Projekte geben Unternehmen Orientierung / Erste Lösungsansätze werden gezielt ausgearbeitet

Tuttlingen – Simulation, KI und datenbasierte Methoden gezielt nutzen: CASE4Med unterstützt Medizintechnik-Unternehmen von der Orientierung bis zur Anwendung moderner Technologien. Deutlich gemacht wird dies in der kommenden Zeit bei mehreren spannenden Projekten – unter anderem zu Reinigungs- und Lebensdauersimulation.
CASE4Med ist ein Angebot der MedicalMountains GmbH zur Stärkung der Innovationsfähigkeit in der Medizintechnik. Im Fokus stehen Simulation und virtuelle Tests, Datenanalyse und KI sowie High Performance Computing (HPC). Dafür werden neutrale Orientierung, gemeinschaftliche Formate und konkrete Anwendungsentwicklung im Netzwerk kombiniert. Als ein Leuchtturm im Jahreslauf ist das Symposium „Daten statt raten“ zu nennen. Die konkrete Arbeit an den Themen erfolgt in verschiedenen Workshops und Projekten – an denen sich Interessierte unabhängig davon beteiligen können, ob die das CASE4Med-Vorteilspaket gebucht haben oder nicht.
Drei Termine stehen demnächst auf dem Programm:
Dienstag, 12. Mai | 09:00 – 12:00 Uhr | online
Workshop: Zukunft der Simulation in der Medizintechnik – Erfassung aktueller Trends und Perspektiven für Ihr Unternehmen
Welche Simulationstechnologien sind relevant für die Medizintechnik und wo lohnt sich der Einstieg konkret für das eigene Unternehmen? Simulation entwickelt sich aktuell mit hoher Dynamik weiter: Digitale Zwillinge, datengetriebene Modelle, virtuelle Prototypen und KI-gestützte Entscheidungsunterstützung verändern die Entwicklung, Bewertung und den Betrieb von Medizinprodukten grundlegend. Genau hier setzt der Workshop an: Durch eine strukturierte Nutzung der Software CumulusAI werden aktuelle Technologietrends im Bereich Simulation systematisch analysiert und gemeinsam eingeordnet.
Weitere Informationen und Anmeldung unter diesem Link.
Montag, 08. Juni | 09:00 – 13:00 Uhr | Tuttlingen
Projekt „Reinigungssimulation“
Die Reinigung von Medizinprodukten ist ein zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung und unterliegt strengen regulatorischen Anforderungen. Gleichzeitig sind Reinigungsprozesse in der Praxis häufig komplex, schwer reproduzierbar und mit hohem experimentellem Aufwand verbunden. Die Validierung erfolgt meist iterativ und ressourcenintensiv. Simulation bietet hier das Potenzial, Prozesse besser zu verstehen, gezielter auszulegen und Nachweise effizienter zu führen. Das Ziel lautet daher, Anwendungsansätze für die Praxis zu entwickeln.
Weitere Informationen und Anmeldung unter diesem Link.
Dienstag, 16. Juni | 09:00 – 13:00 Uhr | Tuttlingen
Kick-off für das Projekt „Lebensdauersimulation“
Hersteller von Medizinprodukten sind nach MDR verpflichtet, die Lebensdauer ihrer Produkte nachvollziehbar zu bestimmen und zu dokumentieren. Dies stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen – nicht zuletzt, weil entsprechende Nachweise mit erheblichem Zeit- und Ressourcenaufwand verbunden sind. Ein vielversprechender Ansatz besteht darin, Computersimulationen gezielt einzusetzen, um Lebensdauervorhersagen zu verbessern, Entwicklungsprozesse zu unterstützen und Prüfaufwände zu reduzieren.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Start eines neuen Projektvorhabens zur Simulation der Produktlebensdauer in der Medizintechnik. Ziel ist es, Ansätze zur Vorhersage von Verschleiß, Materialermüdung und Lebensdauer systematisch zu erschließen und für die industrielle Praxis nutzbar zu machen.
Weitere Informationen und Anmeldung unter diesem Link.
- Nutzer des CASE4Med-Vorteilspakets nehmen an den Veranstaltungen kostenfrei teil. Weitere Informationen zur Beteiligung unter diesem Link.