„Daten statt raten“: Digitale Potenziale heben!
Hightech für alle – Symposium zu Simulation und Data Analytics eröffnet Medizintechnik ein weites Feld an Möglichkeiten

Tuttlingen – Das Symposium rund um Simulation und Data Analytics in der Medizintechnik geht am 26. März in die nächste Runde: Anhand von Keynotes, Fachvorträgen und Talks können Unternehmen digitale Potenziale erkennen und für sich nutzbar machen – angefangen bei digitalen Zwillingen in der Produktentwicklung bis zu InSilico Clinical Data im Konformitätsbewertungsverfahren.
Erfüllen Medizinprodukte die in sie gesteckten Erwartungen? Verhalten sie sich wie beabsichtigt? Wie kann das Design optimiert werden? Diese und andere Fragen stellen sich Hersteller in regelmäßigen Abständen. Um Antworten zu finden, gibt’s den konventionellen Weg: Messen, testen, ausprobieren. Man kann aber auch den digitalen Ansatz wählen: Analysieren, modellieren, simulieren. Unternehmen haben einen Werkzeugkasten an Möglichkeiten zur Hand, um auf zeit- und kostensparendem Weg zu aussagekräftigen Ergebnissen zu gelangen, die klassische Ansätze wirkungsvoll ergänzen können. Davon zeichnet das Symposium anhand zahlreicher Beispiele ein aktuelles Bild.
„Daten statt raten“ geht dabei in die Breite als auch ins Detail. Die Themen decken ein weites Feld an Anwendungsszenarien und Einsatzmöglichkeiten ab; gleichzeitig werden ausgewählte Aspekte vertieft. Die erste Keynote von Prof. Dr. med. Sylvia Thun (Charité Universitätsmedizin Berlin) geht auf die Rolle interoperabler Datenräume ein: Sie bilden, so der Titel, das „Fundament für sichere und wirksame Data Analytics und Simulationen“. Der folgende Vortragsblock vermittelt spannende Erkenntnisse zum Computational Engineering mit Finite-Elemente-Methode (FEM) und Computational Fluid Dynamics (CFD), zu digitalen Twins in der Produktentwicklung und zu Ansätzen, die Wärmeentwicklung von Implantaten im MRT zu simulieren.
Dass die muskuloskelettale Simulation „Vom Labor in die Praxis durch KI“ gelangt, reflektiert Prof. Dr. Sebastian Dendorfer (Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg) in der zweiten Keynote des Tages. Im Anschluss wird aufgezeigt, was bereits durch InSilico Clinical Data im Konformitätsbewertungsverfahren möglich ist und wie die datenbasierte Modellierung von Stents gelingen kann. Die Klammer um das Programm bildet der letzte Vortrag: „Simulation und KI – zwei elementare Bausteine für die Zukunft der Medizintechnik.“ Beim Get-together lassen sich dann noch Gedanken austauschen – und ebenso neue Kontakte.
- „Daten statt raten“ beginnt am Donnerstag, 26. März um 09:30 Uhr in der Stadthalle Tuttlingen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit unter diesem Link.