MedicalMountains

MDR-Soforthilfe-Programm

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat im Sommer 2019 als erstes Bundesland Mittel für ein MDR-Soforthilfe-Programm bereitgestellt, um die mittelständische Medizintechnik-Branche im Land bei den Vorbereitungen zur Umsetzung der EU-MDR zu unterstützen.

Das MDR-Soforthilfe-Programm umfasst verschiedene Maßnahmen und wird im Zeitraum von 2019 bis 2021 durchgeführt. Ziel ist es, pragmatische und anwendernahe Unterstützungsleistungen anzubieten und umzusetzen, mit denen Unternehmen sowohl Ressourcen einsparen als auch Zeit gewinnen können.

Im Rahmen des MDR-Soforthilfe-Programms sind daher die folgenden fünf bedarfsentsprechenden, nicht einzelbetrieblichen Maßnahmen vorgesehen:

  • moderierte Produktgruppen-spezifische Gemeinschaftsprojekte
  • BW-MDR-Expertenrunden
  • ein verbesserter Zugang zu klinischen Studienzentren
  • runde Tische mit weiteren Anspruchsgruppen
  • Roll-out-Veranstaltungen zu Bedarfsthemen

Die Landesgesellschaft BIOPRO Baden-Württemberg GmbH als zentraler Ansprechpartner für Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Cluster und Netzwerke im Bereich Gesundheitsindustrie koordiniert das MDR-Soforthilfe-Programm.

Die MedicalMountains GmbH war in die Ausarbeitung des Programms eingebunden, konnte Best-Practice-Beispiele aus dem Cluster einbringen und wird im Rahmen der Umsetzung als Moderator fungieren.


Moderierte Produktgruppen-spezifische Gemeinschaftsprojekte

Als erste Maßnahme des baden-württembergischen MDR-Soforthilfe-Programms sind die moderierten Produktgruppen-spezifischen Gemeinschaftsprojekte angelaufen. Die MedicalMountains GmbH hat sich für gemeinschaftliche Literaturauswertungen als Grundlage einer Klinischen Bewertung beworben und ist von der Landesgesellschaft BIOPRO Baden-Württemberg GmbH beauftragt worden, als Moderator ein Konsortium mit interessierten Medizintechnik-Unternehmen zu bilden.

Die gemeinschaftliche Literaturauswertung wird für folgende Produktgruppen angeboten:

  • Abtragende Instrumente für Hartgewebe/Knochen, Klasse Ir
    Darin enthalten sind insbesondere chirurgische Hämmer/Meißel, Hohlmeißelzangen/Rongeure und Raspatorien. Ausgenommen sind stanzende, bohrende und sägende Instrumente, laparoskopische/arthroskopische Instrumente sowie Instrumente mit elektrischen und optischen Komponenten.
  • Kratzende/schabende Instrumente für Weichgewebe, Klasse Ir
    Darin enthalten sind insbesondere Kürretten, Löffel und Raspatorien. Ausgenommen sind laparoskopische/arthroskopische Instrumente sowie Instrumente mit elektrischen und optischen Komponenten.
  • Mechanische chirurgische Sägen, Klasse Ir
    Darin enthalten sind mechanisch wirkenden Sägen für die Chirurgie. Ausgenommen sind laparoskopische/arthroskopische Instrumente sowie Instrumente mit elektrischen und optischen Komponenten.
  • Penetrierende/führende Instrumente für Weichgewebe, Klasse Ir
    Darin enthalten sind insbesondere Kanülen, Nadeln und einfache Trokare. Ausgenommen sind bohrende Instrumente, laparoskopische/arthroskopische Instrumente sowie Instrumente mit elektrischen und optischen Komponenten.
  • Stanzende/bohrende Instrumente für Hartgewebe/Knochen, Klasse Ir
    Darin enthalten sind insbesondere Knochenstanzen und mechanische Bohrer. Ausgenommen sind durchtrennende/abtragende Instrumente, laparoskopische/arthroskopische Instrumente sowie Instrumente mit elektrischen und optischen Komponenten.
  • Flexible Endoskope
    Die Produktgruppe “Flexible Endoskope” mit und ohne Anwendung zusätzlicher optischer Medizinprodukte (z.B. Kameras) zur Einführung durch natürliche Körperöffnungen lässt sich zusammenfassen. Eine anatomische Einschränkung kann derzeit nicht erkannt werden. Je nach Vorlage des “intended use” der teilnehmenden Unternehmen kann ein Spezialprodukt oder eine Spezialanwendung ausscheiden.
  • Lichtquellen und Lichtleiter als akzessorische Medizinprodukte für die Endoskopie
    Die Produktgruppe “Lichtquellen und Lichtleiter als akzessorische Medizinprodukte für die Endoskopie” ohne Einführung in den Körper lässt sich zusammenfassen. Je nach Vorlage des “intended use” der teilnehmenden Unternehmen kann ein Spezialprodukt oder eine Spezialanwendung ausscheiden.
  • Starre Endoskope mit und ohne Optiken
    Die Produktgruppe “Starre Endoskope mit (z. B. nach Hopkins) und ohne Optiken (z. B. nach Kleinsasser)”, d. h. mit und ohne Anwendung zusätzlicher optischer Medizinprodukte (z. B. Mikroskop und/oder Kamera), z.B. auch die Kombination von Hopkins-Optik mit starrem Rohr etc., zur Einführung durch artifizielle Körperöffnungen (v.a. in der minimalinvasiven Chirurgie vorkommend oder bei Zuständen nach operativ angelegten Körperöffnungen, z. B. Stomata) lässt sich zusammenfassen. Eine anatomische Einschränkung kann derzeit nicht erkannt werden. Je nach vorgelegtem “intended use” der teilnehmenden Unternehmen kann es jedoch zum Ausschluss bestimmter Spezialprodukte oder Spezialanwendungen kommen.

Interessenten an einer gemeinschaftlichen Literaturauswertung melden sich bis spätestens 30. September 2019 bei der MedicalMountains GmbH mit

dem ausgefüllten Antwortbogen

und dem ausgefüllten Letter of Intent.

Weitere Angaben finden Sie im Informationsblatt von BIOPRO.

Bitte beachten Sie: An den Konsortien können sich nur Medizintechnik-Unternehmen aus Baden-Württemberg beteiligen. Nach Abschluss der gemeinschaftlichen Phase können aber auch Medizintechnik-Unternehmen,

  • die nicht an Konsortien beteiligt waren oder
  • ihren Sitz außerhalb Baden-Württembergs haben

die Ergebnisse für 1.000 Euro brutto pro Gruppe erwerben.

Bei Fragen und Anregungen steht Ihnen Julia Steckeler per E-Mail steckeler@medicalmountains.de oder Tel. 07461 969721-2 zur Verfügung.

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