MedtecLIVE: Panel erörtert PFAS-Perspektiven

Stand des Verfahrens, Alternativstoffe und Lieferketten stehen im Fokus / Ausschüsse veröffentlichen erste Ergebnisse

Tuttlingen/Stuttgart – Während die ECHA-Ausschüsse über den Beschränkungsvorschlag beraten und erste Informationen veröffentlicht haben, treibt die Medizintechnik-Industrie weiter die Frage um: Welche Zukunft haben PFAS, allen voran Fluorpolymere in der EU? Eine Panel-Diskussion am 18. Juni bei der MedtecLIVE in Stuttgart geht auf den den Stand des Verfahrens und Alternativstoffe, aber auch Lieferketten ein. 

Nachdem bei der öffentlichen Konsultation mehr als 5.600 Eingaben gezählt worden sind, liegt der Ball nun bei den Ausschüssen für Risikobeurteilung (RAC) und sozioökonomischer Analyse (SEAC) der Europäischen Chemikalienagentur ECHA. Bei ihrem jüngsten Meeting ging es unter anderem um Skiwachse, Kosmetika und andere Verbrauchermischungen, die Schätzung potenziell freigesetzter PFAS-Mengen und die Bewertung der verschiedenen sozioökonomischen Elemente. Die Erkenntnisse haben zum Teil bereits Eingang in den Annex XV Restriction Report gefunden. Dateiversion 2 geht in der Einführung näher auf das Zusammenspiel mit dem Beschränkungsvorschlag für Feuerlöschschäume und anderen Rechtsvorschriften (u.a. POP-Verordnung) ein; in Kap. 2.4.3 „Environmental impacts“ sind ergänzte Erläuterungen zu Ausnahmeregelungen sowie neue Zahlen bei geschätzten Emissionen zu finden. Die aktuelle Dateiversion ist unter diesem Link auf der ECHA-Webseite abrufbar.

Abseits dieser Gremien haben PFAS mittlerweile Aufmerksamkeit auf höchster EU-Ebene erreicht, wie nicht zuletzt der Brief von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an Mitglieder der EVP-Fraktion gezeigt hat. Auch wenn in dem Schreiben von Ausnahmen für Schlüsselindustrien die Rede ist, ein kompletter „Rückzieher“ ist nicht zu erwarten. Für die Medizintechnik-Branche und andere ist nach wie vor unklar, wohin die Reise geht: „Quo vadis, PFAS?“ Unter diesem Titel steht die Panel-Diskussion am 18. Juni bei der Medizintechnik-Messe MedtecLIVE in Stuttgart. Mit dabei sind

  • Michael Kleiner (Ministerialdirektor im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
  • Dr. Ulrich Hutschek (Senior Project Manager, TIM Consulting)
  • Lukas Derad (R&D Engineer und Materialwissenschaftler, Bentley Innomed GmbH)
  • Giuseppe Fiandaca (Geschäftsführer, Polyneers GmbH)
  • Moderatorin Yvonne Glienke (Geschäftsführerin, MedicalMountains GmbH)

Sie gehen auf den aktuellen Stand des Beschränkungsverfahrens und mögliche Alternativstoffe ein, genauso aber auch über Lieferketten – denn branchenspezifische Ausnahmen von der PFAS-Beschränkung sind kein Garant, dass die von der Medizintechnik benötigten Materialien auch in Zukunft verfügbar wären.

  • Die Panel-Diskussion beginnt um 15:00 Uhr auf dem Forum (Fläche 1-331).

Tägliches Bus-Shuttle Tuttlingen – Stuttgart – Tuttlingen

Während des gesamten Messezeitraums der MedtecLIVE vom 18. bis 20. Juni wird ein Shuttle-Service von Tuttlingen zur Messe Stuttgart angeboten. Der Bus verlässt Tuttlingen jeweils um 08:30 Uhr; Rückfahrt ist am 18. und 19. Juni um 17:30 Uhr, am 20. Juni um 16:30 Uhr. Das Bus-Shuttle ist kostenfrei, jedoch wird um eine Anmeldung unter diesem Link gebeten.

Alle weiteren Informationen unter diesem Link.